Ironman Austria auf 2018 vertagt

Wie manche aufgrund der heutigen Presseaussendung von Ironman Austria vielleicht bereits gelesen haben, muss ich meinen Saisonstart leider verschieben.

Der Unfall an Silvester, die Diagnose einer Osteochondrosis Dissecans (OD) im Sprunggelenk und die darauffolgende Operation am 24. Jänner sorgten für einen sehr unerfreulichen Start in das Jahr 2017. Ich bin sehr bedacht darauf, meinem Körper ausreichend Ruhephasen zu gönnen und hatte dadurch zuvor nie mit gröberen Verletzungen zu kämpfen. Umso erschreckender die Diagnose einer so schwerwiegenden Verletzung, die ich mir nicht aufgrund meines Trainings zuzog, die aber auf den weiteren Verlauf meiner Saison großen Einfluss nehmen würde.

Schnell setzte ich mir das Traumziel Ironman Austria am 2. Juli, knapp 2 Monate auf Krücken, über 4 Monate ohne Lauftraining, blieben rein rechnerisch noch ein paar Wochen um die Laufform auf Vordermann zu bringen. Rückblickend kann ich auf eine nahezu perfekte Reha blicken, die Unterstützung am Olympiazentrum Vorarlberg war unglaublich und wir haben gemeinsam alles optimiert, was es zu optimieren gab. Die ersten Laufversuche Mitte Mai verliefen vielversprechend, die Leistung beim Ironman 70.3 Pölten im Schwimmen und Radfahren bereits überraschend gut und ich war zuversichtlich, wie geplant beim Ironman 70.3 in Rapperswil in meine Saison zu starten.

Leider musste ich aber bereits Ende Mai wieder mit dem Laufen pausieren, da sich meine Sehnen als Folge der langen Ruhestellung stark entzündeten und Lauftraining über 3 Wochen unmöglich machten. In diesen letzten Wochen musste ich gemeinsam mit meinem Trainer Lubos Bilek und dem Betreuerteam vom Olympiazentrum Dornbirn auch eine schwere, aber die einzig richtige Entscheidung treffen, den Saisonstart bis auf weiteres zu verschieben und erst im Oktober in das Wettkampfgeschehen einzugreifen.

Die letzten Wochen waren nicht einfach, da alles auf Klagenfurt ausgerichtet war. Doch das Traumziel hat seinen Hauptzweck erfüllt und mich motiviert, um jeden Tag in der Reha zu kämpfen und im Schwimmen und Radfahren das beste aus der Saison zu machen. Oberste Priorität war immer die vollständige Wiedergenesung meines Sprunggelenks und diesbezüglich bin ich auf einem sehr guten Weg, auch wenn dieser etwas länger dauert, als erhofft/ erträumt.

Für die nächsten Wochen muss ich mich auch auf dem Rad etwas einbremsen, um meinen Fuß die notwendige Ruhe zu geben. Kein einfaches Vorhaben bei diesem Wetter und der guten Form. Vorsichtig bin ich diese Woche auch wieder ins Lauftraining eingestiegen, zwar vorerst nur auf dem Laufband, aber bald wird man mich auch wieder in freier Wildbahn antreffen.

Außerdem steigt die Vorfreude auf ein privates Highlight immer mehr. In der darauffolgenden Hochzeitsreise werden sich Kopf und Fuß spätestens wieder zu 100% erholen und mich für den Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen bestens vorbereiten.

Ich danke allen, die mich in dieser schwierigen Zeit unterstützen und meinen Partnern für die Geduld!

Ein paar Bilder/ Videoausschnitte aus der letzten Zeit:

Direkt nach der Operation durch Dr. Fink an der Klinik Hochrum

Die ersten Trainings nach der Operation: mit Krücken ins Schwimmbad und wochenlanges einbeiniges Abstossen.

Vorbereitungen auf die ersten Läufe

Dank einer Promi- Staffel beim Ironman 70.3 St. Pölten konnte ich zumindest etwas Wettkampfluft schnuppern. Die Form war nach wenigen Wochen Training bereits vielversprechend. Foto: Max Hofstätter/ Finisher Magazin

Schonender (erneuter) Einstieg ins Lauftraining