Interview mit radstars.at

Sprint-Staatsmeister Paul Reitmayr bestreitet seine erste Saison auf der Mitteldistanz. (Foto: VTRV)
Staatsmeister Paul Reitmayr startet in St. Pölten in seine erste Saison auf der Mitteldistanz. (Foto:  rubenelstner.com)

(red/akp) Sprint-Staatsmeister Paul Reitmayr vom Skinfit Racing Team steigt von der Olympischen auf die Mitteldistanz um. Der 29-jährige Dornbirner über seine Vorbereitung und seine Ziele.

radstars: Wie ist deine Vorbereitung über den Winter verlaufen?
Paul Reitmayr: Ich habe mich im Herbst 2013 dazu entschieden, 2014 auf die Mitteldistanz zu wechseln. Im Winter lag wetterbedingt der Schwerpunkt wiederum auf Schwimmen und Laufen, erst mit dem Trainingslager auf Fuerteventura im Februar gemeinsam mit dem Skinfit Racing Team stiegen die Umfänge am Rad an und waren deutlich höher als noch in vergangenen Jahren.

radstars: Was hast du im Training umgestellt?
Reitmayr: Die bisherige Vorbereitung hat sich nicht allzu sehr vom Vorjahr unterschieden, die Mitteldistanz ist meiner Meinung nach näher an der Olympischen Distanz als an der Ironman- Distanz angesiedelt. Natürlich spielt das Rad fahren eine größere Rolle, doch um vorne dabei zu sein, ist es weiterhin wichtig, vorne aus dem Wasser zu steigen. Mit meiner bisherigen Vorbereitung bin ich sehr zufrieden, ich bin ohne Probleme durch den Winter gekommen.

radstars: Wann bestreitest du deinen ersten Wettkampf?
Reitmayr: Mein erstes Rennen über die Mitteldistanz wird der 70.3 Ironman in St. Pölten sein. Hier erwarte ich mir wie in den vergangenen Jahren ein sehr stark besetztes Rennen und somit eine sehr gute Standortbestimmung für die weiteren Rennen.

radstars: Wie sieht dein Saisonkalender aus, welches sind deine Highlights?
Reitmayr: Die weitere Saisonplanung steht noch nicht definitiv fest, da ich noch die Termine zweier Exkursionen, die ich für den Studienabschluss benötige, abwarten muss. Der Schwerpunkt wird auf Ironman 70.3 und 5150 Rennen liegen, doch auch die Challenge in Walchsee würde mich reizen.

radstars: Ist die 70.3-WM am 7. September in Mont-Tremblant in Kanada ein Ziel?
Reitmayr: Die Qualifikation für die Ironman 70.3 WM läuft nach demselben Modus wie jene für die Ironman WM auf Hawaii ab. Für dieses Jahr kommt das Championat für mich daher noch zu früh. Voraussichtlich werde ich mit einem 70.3 Rennen im Herbst versuchen, mir bereits heuer eine gute Ausgangsposition für die WM Qualifikation 2015 zu schaffen. Sollte es bei der Premiere in St. Pölten überraschend gut laufen, ist die WM 2014 sicherlich ein Ziel, jedoch mache ich mir hier keinen Qualifikationsdruck. Für heuer möchte ich mich an die längeren Distanzen gewöhnen und sehen, wie ich im Vergleich zur Konkurrenz stehe.

radstars: Ist dein langfristiges Ziel auch der Umstieg auf die Ironman-Distanz?
Reitmayr: Derzeit reizt mich das Thema Ironman (noch) überhaupt nicht, doch dasselbe habe ich noch vor zwei Jahren auch über die 70.3 Distanz gesagt. Ich freue mich auf meine ersten Rennen auf der Mitteldistanz und versuche, mich bestmöglich darauf vorzubereiten.

Foto: Skinfit Racing Team

Paul Reitmayr, Sprintstaatsmeister 2013 (Foto: Skinfit Racing Team)

radstars: Wer ist dein Trainer?
Reitmayr: Wie in den vergangenen Jahren arbeite ich wieder mit Lubos Bilek zusammen, der seine größten Erfolge mit Sebastian Kienle und Svenja Bazlen vor allem über die Mitteldistanz gefeiert hat. Daher bin ich auf jeden Fall in sehr guten Händen und Lubos wird mich sehr gut auf die längeren Distanzen vorbereiten.

radstars: Du studierst in Innsbruck Sport und Geografie auf Lehramt. Was kommt danach?
Reitmayr: Nach dem Ende meiner Zeit als Bundesheer Leistungssportler 2010 habe ich mich auf mein Studium konzentriert und das aktuelle Semester wird mein letztes in Innsbruck sein. Nach einigen Jahren in Innsbruck verlagere ich im Juli meinen Lebensmittelpunkt wieder nach Dornbirn und werde dort meine Diplomarbeit schreiben. Was danach kommt, kann ich noch nicht genau sagen. Derzeit konzentriere ich mich voll auf den Abschluss meines Studiums und meine Premiere auf der Mitteldistanz.