20. Rang bei der Challenge Forte Village/ Sardinien

Vorab habe ich eigentlich erwartet, dass ich bei der Challenge Peguere das härtere der beiden Rennen meines Mini- Comebacks bereits hinter mir hätte. Aber die Challenge Forte Village hat mir heute das Gegenteil bewiesen und rückblickend muss ich sagen, dass es mein bisher härtestes Mitteldistanz- Rennen war, was die Strecke und die Bedingungen betrifft.
Nach einem sehr guten Start konnte ich mich im Wasser länger unter den Top 5 halten, musste dann aber erkennen, dass das Tempo doch über meinem Wohlfühlbereich lag. Leider konnte ich danach auch die Spitzengruppe nicht halten und verlor auf der 2. Hälfte noch ca. 1 Minute auf die schnellsten Schwimmer. In der Wechselzone angekommen musste ich zuerst ein Notiz von meinem Rad entfernen, im Ziel erfuhr ich dann, dass es die Empfehlung war, meine Scheibe gegen ein normales Laufrad zu wechseln und dass mich die Kampfrichter möglicherweise während des Wettkampfs aus dem Rennen nehmen würden, wenn der Wind zu stark würde.
Auf den ersten (flachen) 20 km spielte der Wind noch keine große Rolle und ich konzentrierte mich auf mein eigenes Tempo. Danach ging es aber ordentlich zur Sache und neben dem hohen Tempo sorgte der Wind dafür, dass ich neben den 90km auch noch einige Seitenmeter einlegte und in den Abfahrten war Armkraft gefragt, um auf dem Rad zu bleiben. Konnte ich bis km 70 noch deutlich besser als vor 2 Wochen mithalten, ging mir auf den letzten Kilometern leider doch noch etwas der Saft aus. Auch die ersten Kilometer auf der Laufstrecke hatte ich ordentlich zu kämpfen, kam dann aber doch noch in einen guten Rhythmus und lief bereits etwas besser als vor 2 Wochen. Am Ende musste ich dennoch noch ein paar schnellere Läufer ziehen lassen und beendete das Rennen auf dem 20. Platz im gut besetzten Profirennen.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich im Wettkampf Leistungen erbringe, die weit über meinen Trainingsleistungen liegen. Daher habe ich mir natürlich insgeheim erträumt, dass es bei diesen beiden Wettkämpfen bereits weiter nach vorne gehen kann. Aber mit nicht einmal 500km Laufen im Jahr 2017 und der mehrmonatigen Vorgabe, auch am Rad nicht zu übertreiben, um die Wiedergenesung nicht zu gefährden, war bei den beiden Wettkämpfen nicht mehr zu holen. Neben der kleinen Enttäuschung überwiegt aber die Freude, dass ich wieder laufen kann und dass mein Fuß auch eine Mitteldistanz gut übersteht. Jetzt geht es ans Wintertraining und darum, im kommenden Jahr wieder richtig konkurrenzfähig zu sein.